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WZ Artikel 27.12.2009

Gudrun Waldor geht den Vierbeinern sanft ans Fell

Von Jennifer Fortmann

Die 53-Jährige arbeitet als Hundefriseurin, will aber die Tiere nicht verunstalten. Ihre Leidenschaft für Hunde brachte sie in diesem Jahr zur Groom-Expo in die USA.

Krefeld. Der große schwarze Königspudel Jim sitzt auf einem Tisch und beäugt kritisch den Verkaufsraum des BellaBello. Daneben steht Gudrun Waldor, die 53-Jährige hat sich mit ihrem Hundesalon plus Verkaufsraum einen Traum erfüllt hat. "Man sagt ja auch: Ein Leben ohne Hund lohnt sich nicht", lacht die sympathische Frau. Ihre Leidenschaft für Vierbeiner als Beruf auszuüben, brachte sie in diesem Jahr sogar in die USA.

Im September nahm sie in Hershey, Pennsylvania, an einem "Groomers"-Wettbewerb teil. "Ich bin froh, dass ich ohne Nachzudenken zugesagt habe, denn das ist schon ganz schön weit weg", erklärt Waldor. "Diesmal war es eher des Austauschs und der Erfahrung wegen, beim nächsten Mal hätte ich schon den Ehrgeiz, unter die ersten drei zu kommen", erzählt Waldor, während sie ihren Königspudel krault.

Die Amerikaner haben einen kleinen Hygienefimmel

Obwohl sie einige der Techniken, die die Amerikaner anwenden, in Deutschland nicht schneiden würde. "Die haben da einen kleine Hygienefimmel und rasieren deshalb ziemlich viel Fell ab", sagt sie. Gudrun Waldor hat, was die Ästhetik angeht, eigene klare Vorstellungen und da ist der Kunde dann kein König mehr. "Ich mach’ die Hunde nicht zu Clowns, ich lackiere keine Nägel. Ich finde, dass Jäckchen und Ähnliches nur Hunde tragen sollten, die sie auf Grund von Krankheiten oder wenig Fell sie wirklich brauchen", so Waldor.

Die Leidenschaft für die Vierbeiner hatte sie bereits als kleines Mädchen, ihren ersten eigenen Hund bekam sie mit zwölf Jahren. Wie ein roter Faden zieht sich die Liebe zu Hunden durch ihr Leben. Sie ist Ausbilderin im Hundeverein, engagiert sich für die Organisation pro Animal, über die sie selbst auch einen Hund aus Griechenland vermittelt bekommen hat.

Während des Tierarzt-Praktikums die Pflege von Fellen übernommen


Auf die Idee, einen Hundefriseur und Verkaufsladen aufzumachen, ist sie allerdings nur durch Zufall gekommen. Gelernt hat die gebürtige Frankfurterin Hotel- und Gaststättenkauffrau, dann arbeitete sie 25 Jahre als Bankkauffrau. Als sie auf der Suche nach einer neuen Aufgabe war, hatte ihre Tochter die Idee, einen Laden für Hundebedarf aufzumachen. "Uns hat es gestört, dass es nirgendwo in Krefeld schöne Sachen für Hunde gab. Die Ausbildung zur Hundefriseuse hat schon viel Geld und Vorbereitung gekostet", erzählt Waldor.

WZ Artikel 31.01.2011
Von Ninette Böhle

Ledermäntel liegen bei den Vierbeinern im Trend. Paris Hilton hat den Schutz vor Kälte in Verruf gebracht.

WZ Artikel WaldorKrefeld. Der Windhund trägt in diesem Winter Strickpullover in gesetzten Farben, der Pudel lockere Kaputzenjacken in knalligem Rot. Mit trendiger und gleichzeitig praktischer Winterbekleidung wird der Bürgersteig für Dalmatiner, Jack Russel und Co. in kalten Tagen schnell zum Laufsteg, abendliche Spaziergänge im Park zur After-Show-Party. „Dieses Jahr sind die schwarz-weiß karierten Pepita-Muster bei den Vierbeinern der Renner. Beliebt sind auch das englische Muster und Lammfellimitate“, sagt Gudrun Waldor, Inhaberin des Hundesalons BellaBello an der Uerdinger Straße 308.

Der Mercedes unter den Mänteln ist aber nach wie vor das kleine Schwarze. „Wer es ausgefallen mag, kauft den wasserabweisenden Mantel mit dicker Fütterung.“ Dafür muss Herrchen dann aber auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Knapp über einhundert Euro kostet der schwarze Einteiler, Jacken im Pepita Look oder im englischen Stil sind schon ab 20 Euro zu erwerben.



Vierbeiner ohne Unterwolle sind sehr anfällig für Kälte und Nässe

Bei Kritikern stellt sich immer wieder die Frage: Braucht ein Tier wirklich Winterbekleidung, wenn es doch mit Fell ausgestattet ist? Gudrun Waldor sagt Ja. „Hunde mit kurzen Fell ohne ausreichende Unterwolle, wie Mops, Bulldoggen oder Dalmatiner sind sehr anfällig bei Kälte. Da sind Wintermäntel nützlich.

Viele Halter bekommen von ihren Tierärzten auch die Empfehlung ihrem Hund einen Mantel zu kaufen, wenn sie zum Beispiel Rheuma oder Arthrose haben.“ Auch Welpen oder frisch geschorene Vierbeiner seien vor Nässe und Kälte nicht gefeit. Die Gefahr einen nassen Unterbauch zu bekommen sei sehr groß.

Umstritten ist der Trend aber nach wie vor. Das liege nicht zuletzt an dem typischen „Paris-Hilton-Look“, sagt Waldor. „Hauptsache der Hund ist rosa, glitzert und sieht chic aus. Für manche Halter spielt da die Gesundheit des Vierbeiners gar keine Rolle.“ In diesen Fällen sei es kein Wunder, dass Mann sich in diesem Aufzug mit dem Hund oder der Hündin nicht mehr vor die Haustüre traut, sagt Waldor.

Die meisten Hunde bekommen pünktlich zum Winter ihr wärmendes Winterfell. Das schützt sie vor Kälte und Nässe. In Verbindung mit dem Deckhaar bildet die Unterwolle eine Wärme-Isolation, die den Hund nicht frieren lässt.

Einigen kurzhaarigen Rassen fehlt es an Unterwolle. Sie kühlen deshalb schneller aus und werden bei feuchten Wetter nass bis auf die Haut. Ebenso wie Welpen und Tiere mit Arthrose können sie Erkältungen, Blasen- und Nierenentzündungen bekommen.

Für die meisten Hunde sei das Tragen eines Mantels, oder Pullovers nicht unangenehm. „Wenn der Hund lange im Warmen sitzt und dann in die Kälte muss, in den Stall oder ins Auto freut er sich über eine warme Jacke, genauso wie wir Menschen.“ Warme Hundebekleidung gibt es schon ab 15 Zentimeter Rückenlänge bis hin zu 80 Zentimeter.

Im Monat Dezember hat Waldor bis zu 50 Mäntel in der Woche verkauft. Mittlerweile sind es nur noch bis zu fünf wöchentlich. Bei BellaBello konzentriert man sich schon so langsam auf die neue Frühjahrskollektion 2011.

Und da liegt, ähnlich wie bei den Frauchen auch, der Marinelook ganz weit vorne. Mit blau-weiß-gestreiften-Shirts liegt Hund und Hündin im Trend.

„Darüber hinaus werden bunte T-Shirts mit frechen Aufdrücken wieder gefragt sein“, sagt Waldor. Auch der Paris-Hilton-Look wird im Frühjahr 2011 auf Krefelds Bürgersteigen zu sehen sein. Auf rosa Shirts trägt Pudel, Dackel & Co. dieses Jahr nämlich Strass.


Vertical Januar 2009

Bella Bello Vertical
Bella Bello Vertical

WZ Artikel 17.12.2009



Hundetrainerin Krefeld
In der Welpenstunde können die kleinen Hunde nach Herzenslust toben, lernen aber auch
Benehmen und mit anderen zu kommunizieren. (Foto: Dirk Jochmann)


Fischeln.
Hunde brauchen Bewegung, Beschäftigung und Erziehung. Das sind die drei Eckpfeiler einer guten Beziehung zwischen Tier und Halter. Im SV OG Krefeld-Fischeln können sich Hunde nach Herzenslust austoben, und Halter haben die Möglichkeit, ihnen etwas beizubringen. „Wir bieten verschiedene Kurse an. Um daran teilzunehmen, muss man kein Mitglied des Vereins sein und zahlt etwa drei Euro“, erklärt Sonja Tessmer-Coopmans, Ausbildungswartin des Vereins.
Für die Jüngsten unter den Vierbeinern gibt es die Welpenstunde. Dort lernen sie mit anderen Hunden zu kommunizieren. Wenn sie älter sind, kommen sie in einen Gehorsamskurs. Zusätzlich bietet der Verein auch Sportkurse für Hunde an.
In diesem Bereich, Agility genannt, nehmen sogar etwa zehn der 25 Mitglieder des Vereins regelmäßig an Turnieren teil. „Als wir den Verein 2006 übernommen haben, gab es nur vier Mitglieder, jetzt haben wir kein Nachwuchsproblem“, sagt Kay Tessmer, der für den Bereich Agility zuständig ist. Dieser ist sowohl für den Hund als auch für den Halter eine sportliche Leistung, da ein Parcours in 30 Sekunden ohne Fehler gelaufen werden muss.

Der Verein bietet auch noch Dogdancing und Frisbeekurse an. „Die Kurse sind in verschiedene Einheiten unterteilt und geben den Haltern die Möglichkeit Tricks und kleine Beschäftigungsübungen zu lernen, die sie dann Zuhause durchführen können“, sagt Tessmer-Coopmans.
Eine Anlaufstelle für Problemhunde kann der Verein allerdings nicht sein, denn dafür fehlt den ehrenamtlichen Helfern die Zeit. „Dafür sind Hundeschulen besser geeignet. Wir Vereinsmitglieder sind eher Hundenarren und haben unseren Spaß daran mit ihnen zu arbeiten und anderen Hundehaltern etwas beizubringen“, erklärt Tessmer. Die Teilnahme an der Welpenstunde empfiehlt er aber jedem Hundebesitzer, denn so warten keine bösen Überraschungen, wenn der Hund auf andere Vierbeiner trifft, erklärt Tessmer.

Der Hirtenhund Easy hat es fast zur Deutschen Meisterschaft gebracht

Um überhaupt den richtigen Hund zu finden, bietet Sonja Tessmer-Coopmans auch eine Rassenberatung an: „Die Charaktere von Hund und Halter müssen zusammenpassen sonst kann es Ärger geben. Wer einen Jack-Russell-Terrier kauft und sich dann wundert, dass er die ganze Zeit kläfft, hätte vorher wissen müssen, dass er als Jagdhund dazu gezüchtet wurden“.
Ihre Familie hat drei Border Collies. Die Aufgabe der Halter besteht ihrer Ansicht nach darin, die Eigenschaften des Hundes umzulenken auf andere Aufgaben. So hat es ihr Border Collie Easy, der eigentlich ein Hirtenhund ist, in diesem Jahr fast zur deutschen Meisterschaft im Bereich Agility gebracht. „Man muss den Hunden Aufgaben geben und merkt schnell wie viel Spaß sie daran haben“, erklärt Tessmer-Coopmans.